Manche Bilder sagen mehr als tausend Worte. Das Foto, das aktuell durch die Medien geht, zeigt Karoline Preisler – FDP-Politikerin – mitten in einer propalästinensischen Demo in Berlin.

Aus Copyrightgründen darf ich dieses Foto nicht verwenden, leider.

In der Hand hält sie ein Schild mit der Aufschrift: „Rape is not resistance.“ Sie steht da, allein zwischen vielen, umgeben von Polizei, aber sichtbar ohne Angst. Kurz darauf wird sie angegriffen – mit einer Fahnenstange.

Und man fragt sich: Warum macht jemand so etwas? Warum stellt sich eine Frau so exponiert mitten in eine Menschenmenge, die ihr – das war abzusehen – nicht freundlich gesinnt ist?

Die Antwort ist ziemlich einfach: Weil sie Rückgrat hat. Weil sie den Mut hat, das auszusprechen, was viele lieber übergehen. Sexualisierte Gewalt ist keine Form des Widerstands. Punkt. Dass man so eine Aussage überhaupt verteidigen oder erklären muss, ist schon traurig genug.

Karoline Preisler hat an diesem Tag etwas gezeigt, das man nicht verordnen oder herbeiquoten kann: Haltung. Mut. Überzeugung. Und genau deswegen braucht es keine Frauenquote. Es braucht Menschen wie sie – die sich etwas trauen, die für das einstehen, was richtig ist, ohne auf einen sicheren Applaus zu warten.

Gleichberechtigung bedeutet nicht, überall starr 50 Prozent Frauen zu haben. Es bedeutet, jedem – ob Mann oder Frau – den gleichen Raum zu geben, um Verantwortung zu übernehmen. Karoline Preisler hat diesen Raum nicht verlangt. Sie hat ihn sich genommen – durch Leistung, durch Haltung, durch Mut.

Und das verdient Respekt. Nicht, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie ein Vorbild ist. Für uns alle.

Hinweis: Thumbnail per KI generiert.